Newsletter #16

05. Dezember 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung informieren:

Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress zum Thema „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“ ist vorbei, seine Themen beschäftigen uns natürlich weiter. Auf unserer Website sind jetzt auch Kongressdokumente in Bild &Ton abrufbar, u.a. der Vortrag von Gerhard Schulte über den „Strukturwandel der Öffentlichkeit 2.0“. Das „Jahrbuch Kulturpolitik“ des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft wird den Kongress dokumentieren  – es wird Ende des Jahres erscheinen. Einige Kongressbeiträge sind bereits in der aktuellen Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen Nr. 134 nachzulesen.

Das Zitat

„Die Tempo-Exzesse der "Dromokratien" (Paul Virilio) führen an ökonomische, ökologische, politische, soziale und psychologische Grenzen“, meint der Sozialphilosoph und Kulturwissenschaftler Michel Baeriswyl. „Das Wirtschaftswachstum überfordert die Regenerationsfähigkeit von Ökosystemen. Verkehrsbeschleunigungen steigern die Unfallzahlen, die Emissionen sowie den Raum- und Energiebedarf. Wachstumshormone im Tierfutter erhöhen die Krankheitsanfälligkeit der Zuchttiere. Das steigende Innovationstempo überfordert Unternehmen und Belegschaften. Die Kosten müdigkeitsbedingter Unfälle steigen permanent. Und immer mehr Menschen werden aufgrund der herrschenden Arbeitsbedingungen krank ("hurry sickness"). Die "Entdeckung der Langsamkeit" und der vielstimmige Ruf nach Entschleunigung erscheinen daher folgerichtig.

Bild & Ton: Strukturwandel und Digital Culture

„Die Kunst, Publikum, das digitale Zeitalter und der aktuelle wie der vergangene „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ beschäftigten Gerhard Schulze auf dem Bundeskongress. Sein Vortrag ist hier zu hören. Geert Lovink sprach auf dem Panel 1 über „Digital Culture. Der Mensch als Akteur in der digitalen Gesellschaft“. Für Auge und Ohr der Link hier


Kuchen & Krümel

In Wirklichkeit will ich einfach keine Kritik hören, bekennt Kathrin Passig. Das ständige Dialogangebot Internet nervt. Gleichzeitig ruft sie seit gut fünfzehn Jahren dazu auf, „dass die Welt die neuen Möglichkeiten des Internets nutzen soll, Unternehmen sich dem Dialog mit Kundenstellen und Autoren ihre Texte nicht einfach an der Autobahnraststätte aussetzen. Wenn sich Theorie und Praxis schon in meinem Kopf nur grußlos begegnen, dann tun sie das vermutlich auch in den Köpfen anderer“. Mehr hier

Arbeit, Muße & Langeweile

Die Uhr steht am Anfang der Digitalisierung. Mit ihr zerfällt die Zeit in isolierte Augenblicke. Ein Fundstück aus den 1980er Jahren gibt einen Abriss zur Historie. Von Nam June Paik („Langeweile ist an sich keineswegs eine negative Qualität“), Thomas Mann („Langeweile als „stehendes Jetzt“) bis zu Kierkegaard („genusslose Seligkeit, oberflächliche Tiefe, hungrige Übersättigung“). Nicht die Erfindung der Dampfmaschine hat die Menschen verändert, sondern die Uhr hat die Köpfe mit immateriellem Druck gerichtet, diszipliniert, verdreht“, heißt es in einem Text von Wolfgang Hippe aus dem Jahr 1988. Mehr hier

Kurz&Knapp

Die Soziologin Karin Jurczyk hat einen Science Fiction-Film über Zeitknappheit gesehen. Karl Heinz Geißler denkt über „das Moratorium“ nach. Und Deutsche Bank Art Works informiert über Kunstblogs. Mehr

 

Unsere Medienpartner:
Deutschlandradio Kultur
kulturmanagement.net
2010LAB.tv

Weitere Informationen unter

Kulturpolitische Gesellschaft http://www.kupoge.de/

Bundeszentrale für politische Bildung www.bpb.de

6. Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur.de"

Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a,
53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de

Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
wolfgang.hippe@koeln.de


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