Newsletter #11

05. Juni 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung“ informieren:
Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress – von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg organisiert - widmet sich am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin der „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“. Dabei stehen Grundfragen der Kulturpolitik auf der Tagesordnung. Es geht um eine Neudefinition zentraler Codes der modernen Zivilgesellschaften wie Freiheit, Kultur, Eigentum, Muße, Privatheit und Öffentlichkeit. Und  es geht um neue Formen der kulturellen Teilhabe und die Frage, ob traditionelle Formen von Partizipation und Präsentation verschwinden. Informationen zum Kongress hier

Das Zitat

„Das Neue muss vom Utopischen unterschieden werden“, meint der Philosoph Boris Groys. „Mit anderen Worten: das Neue steht ebenso im Gegensatz zur Zukunft wie zur Vergangenheit. Früher strebte jeder Neuerer danach, dass seine Ideen universelle Anerkennung erführen, dass möglichst viele Menschen sie teilten, dass sie die Entwicklung der Zukunft prägten, dass sie in der Zukunft unverändert blieben und dass sein Name zum Symbol der Zukunft würde. Mit diesem utopischen Wunsch nach absoluter Zukunft für seine Ideen war zugleich die panische Angst verbunden, sie könnten für die Zukunft vollkommen verloren sein, wenn sie sich als unwahr, irrig und falsch erwiesen. Heute bleibt das historische Gedächtnis an einen bestimmten Autor weniger aufgrund eines totalen Sieges seiner Ideen erhalten als vielmehr durch das universelle System der Archive.“

Noch drei Tage...

bis zum Kongressstart in Berlin. KongressteilnehmerInnen, die bereits am Vortag anreisen, können zur Einstimmung die Berliner Landesvertretung des Landes NRW besuchen. Dorthin laden am Mittwochabend, den 08. Juni, Ute Schäfer, Ministerin des Landes für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und die Kulturpolitische Gesellschaft ein. Der Zukunftsforscher Dr. Karlheinz Steinmüller, die Schriftstellerin Kathrin Röggla und der Informatiker Prof. Dr. Wolfgang Coy diskutieren dann zum Thema »Netz macht Kultur? Was die Zukunft bringt«. Die Diskussion wird vom inforadio rbb später in der Reihe »Forum« gesendet. Dazu sorgen Cathrin Pfeifer (Akkordeon), Topo Gioia (Percussion) und die Slam Poetin Josefine Berkholz fürs Entertainment. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für KongressteilnehmerInnen kostenlos. Mehr hier


Bloggen, twittern, vernetzen

Der Kongress »netz.macht.kultur. Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft« beschäftigt sich mit den Herausforderungen des Web 2.0 für die Kulturpolitik. Während des Kongresses selbst gibt es  die Möglichkeit, von eigens dafür eingerichteten Twitterstationen Kurzmeldungen abzusetzen und auf einer Twitterwall die Kommunikation im Netz zu beobachten. Schon jetzt können Sie die Themen der Panels und Foren kommentieren. Auch sonst ist Kulturpolitik und der Kongress ein Thema 2.0. Mehr hier


Digitaler Alltag

Reicht eine sms als Geburtstagsgruß? Darf man per Mail eine Beziehung beenden? Und wie mit Tim, dem Egoshooter umgehen? Fragen aus dem digitalen Alltag. Die digitalen Medien haben unsere Lebenswelten bereits verändert. Wenn man vergangene technologische Innovationen wie den Buchdruck und die Elektrifizierung zum Vergleich heranzieht, bekommt man einen Vorgeschmack, was noch auf uns zukommen wird. Die Ausstellung „HOME – Willkommen im digitalen Leben“ geht einfachen Dingen nach. Früher schätzte man Konsumgüter und trennte sich oft nur widerwillig von ihnen. Heute gehört es zum guten Ton, möglichst über das neueste Handy zu verfügen – das alte landet ganz schnell auf dem Friedhof der digitalen Dinge – wie Digitalkameras und PCs.: Mehr hier


Öffentlichkeit 2.0

Nicht alles, was man nicht weiß, ist geheim. Nicht alles, was man weiß, ist öffentlich. Bei der Diskussion über die Entwicklung der öffentlichen Kommunikation dient immer noch das inzwischen klassische Modell der bürgerlichen Öffentlichkeit als begriffliches Raster. In aller Regel wird dieses Konzept mit dem Gegensatz von Privatheit und Öffentlichkeit umschrieben. Eingriffe in das Private sollen sanktioniert werden, die bürgerlichen Grundrechte werden traditionell als Abwehrrechte des einzelnen Bürgers gegenüber dem Staat definiert (My home is my Castle). Dieses System kommt grundsätzlich ohne demokratische Beteiligungsrechte oder sozialpolitische Sicherungen aus. Der „demokratische und soziale Rechtsstaat“ betritt erst später die Bühne. Mehr hier

Next Level II

Im November startet die zweite Ausgabe der Konferenz Next Level II zum Thema Kunst und Kultur der digitalen Spiele, annonciert Martin Maruschka. In Köln werden Kunst- und Kulturvermittlern, Politikern und Journalisten, Experten und Interessenten, Eltern und Lehrern sowie begeisterten Gamern zwei Tage Festival und Konferenz mit Vorträgen, Panels, Performances, Führungen, Workshops und Foren geboten. Mehr hier

Kurz&Knapp

Gert Lovink plädiert für Faulheit und Nichtstun. Auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress spricht er auf Panel 1. Rund 280.000 Medien sind jetzt mit dem neuen Bibliotheksportal des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aufindbar. Mehr hier

 

Unsere Medienpartner:
Deutschlandradio Kultur
kulturmanagement.net
2010LAB.tv

Weitere Informationen unter

Kulturpolitische Gesellschaft http://www.kupoge.de/

Bundeszentrale für politische Bildung www.bpb.de

6. Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur.de"

Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a,
53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de

Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
wolfgang.hippe@koeln.de


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