Newsletter #10

24. Mai 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress – von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg organisiert - widmet sich am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin der „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“. Dabei stehen Grundfragen der Kulturpolitik auf der Tagesordnung. Es geht um eine Neudefinition zentraler Codes der modernen Zivilgesellschaften wie Freiheit, Kultur, Eigentum, Muße, Privatheit und Öffentlichkeit. Und  es geht um neue Formen der kulturellen Teilhabe und die Frage, ob traditionelle Formen von Partizipation und Präsentation verschwinden. Informationen zum Kongress hier
 
Das Zitat

„Die kulturellen Leistungen der Menschheit, zu denen auch die Philosophie gehört, verdanken wir einer tiefen, kontemplativen Aufmerksamkeit“, überlegt der Philosoph Byung-Chul Han. „Die Kultur setzt eine Umwelt voraus, in der eine tiefe Aufmerksamkeit möglich ist. Diese tiefe Aufmerksamkeit wird zunehmend von einer ganz anderen Form der Aufmerksamkeit, der Hyperaufmerksamkeit (hyperattention), verdrängt. Ein rascher Fokuswechsel zwischen verschiedenen Aufgaben, Informationsquellen und Prozessen kennzeichnet diese zerstreute Aufmerksamkeit. Da sie auch eine sehr geringe Toleranz für die Langeweile hat, lässt sie genauso wenig jene Langeweile zu, die nicht unwichtig wäre für einen kreativen Prozess. Eine reine Hektik bringt nichts Neues hervor.“

Der Kongress guckt

Am Abend des ersten Kongresstags laden die Veranstalter und das Collegium Hungarium zu einem multimedialen Clubabend. Digitale Kunst als Programm: Was wäre, wenn unsere Gedanken plötzlich sichtbar wären? Eine Idee, die manche(n) KulturpolitikerIn oder viele TeilnehmerInnen des immer hektischer werdenden Kulturbetriebs mit Schaudern erfüllen könnte. Könnte man sich dann noch auf einen kulturpolitischen Kongress begeben und ganz entspannt den Vorträgen und Diskussionen lauschen, sich langweilen oder unterhalten und sich so seine eigenen Gedanken machen? Mehr hier

Hildesheim bloggt

Sieben Studierende aus Hildesheim wollen raus aus der Uni und rein ins Netz. Sie bloggen zum Thema „Bundeskongress 2.0 - Die KUPOGE und die digitale Welt“ und wollen den Teilnehmenden des Kongresses die Möglichkeit geben, Twitter live auszuprobieren. Mehr hier

Slow Mind

In Die Entwicklung der visuellen und kommunikativen Techniken richtet sich gegen klassische Verstandestechniken wie die der Erzählung, fürchtet Dorota Masßowska: „Als Mutter einer sechsjährigen Person komme ich seit längerer Zeit nicht umhin, mir die neuesten Errungenschaften der Film-Imperien von Disney und Pixar zu Gemüte zu führen. Als eine Person, die im Alter von sechs Jahren mit Kastanien spielte und Märchen von eiernden Schallplatten hörte, komme ich gewöhnlich mit zerstörter Frisur und unvergleichlich größerem Speichelverlust aus dem Kino als die sechsjährige Person, die von der bedrohlich zunehmenden Perfektion und Monumentalität dieser Bilder angetan ist, wenn sie ihnen auch mit einer gewissen Portion Kühle und Selbstverständlichkeit begegnet.“ Mehr hier

Kurz&Knapp

Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft haben auf XING ein Forum eingerichtet, um sich über aktuelle Fragen aus Berufsalltag und Kulturpolitik auszutauschen. 2010LAB.tv traf in Berlin auf Künstler und Kreative, die konkrete Erfahrungen mit Crowdfunding haben. Till Kreuzer hat ein Gutachten über urheberrechtliche Fragen und Verbraucherschutz erstellt. Gedanken zum Thema Gegenöffentlichkeit macht sich Volker Bahl und bemüht dabei Michel Foucault. Die Online-Konsultation zum EU-Kulturprogramms nach 2013 ist ausgewertet. Mehr hier
 

Unsere Medienpartner:

Deutschlandradio Kultur
kulturmanagement.net
2010LAB.tv

Weitere Informationen unter

Kulturpolitische Gesellschaft http://www.kupoge.de/

6. Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur.de"
Impressum:
Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a,
53113 Bonn
Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
post@kupoge.de

Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
wolfgang.hippe@koeln.de
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