Newsletter #08

05. Mai 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress – von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg organisiert - widmet sich am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin der „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“. Dabei stehen Grundfragen der Kulturpolitik auf der Tagesordnung. Es geht um eine Neudefinition zentraler Codes der modernen Zivilgesellschaften wie Freiheit, Kultur, Eigentum, Muße, Privatheit und Öffentlichkeit. Und  es geht um neue Formen der kulturellen Teilhabe und die Frage, ob traditionelle Formen von Partizipation und Präsentation verschwinden. Informationen zum Kongress hier
 
Das Zitat

„Informatiker verstehen sich wie viele Techniker gerne als Helfer zur Entlastung der Menschheit von den Anstrengungen und den Mühen des Lebens“, resümierte der Informatiker Wolfgang Coy bereits im Jahr 1997. „Die Entlastung von Routinetätigkeiten geistiger Arbeit, von den Anstrengungen und Gefahren körperlicher Arbeit, die Erleichterung des Zugangs zu Weltwissen und zu umfassender Bildung, die Befreiung von Arbeitslast und die Möglichkeit zum spielerischen Umgang mit virtuellen Welten sind gesellschaftliche und kulturelle Projektionen der Informatik. Dass solch radikale Eingriffe in die Alltags- und Arbeitssituation nicht nur einseitige Verbesserungen, sondern auch soziale und kulturelle Risiken darstellen, ist nicht überraschend. Überraschend ist bestenfalls das langsame Anlaufen dieser kulturellen Eingriffe und die erst jetzt beobachtbare Beschleunigung und schrankenlose räumliche Ausbreitung dieser Phänomene.“

Web 2.0 für die Kleinen

Kinder sind aktive Nutzer sozialer Netze und stellen bereitwillig ihre privaten Daten ins Netz. Leichte Beute für Apple & Co. Nach einer Umfrage von EUKidsOnline verfügen bereits 38 % der 9- bis 12-Jährigen über ein Profil auf den Websites sozialer Netze. Problematisch ist der Umfang der persönlichen Informationen, die Kinder und Jugendliche von sich aus und über sich ins Netz stellen. Mehr hier

Auf der Suche

Die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft hat einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht. Nach der Konstituierung der Kommission begannen die vier Projektgruppen „Netzneutralität“, „Datenschutz, Persönlichkeitsrechte“, „Urheberrecht“ und „Medienkompetenz“ unverzüglich mit ihrer Arbeit. Mehr hier

Das Buch als Geldbäumchen

In der Debatte um die Zukunft des Buchs gibt es maximal zwei Gründe für den Kauf von Büchern: Unterhaltung und Information, meint Katrin Passig. „Ich war der beste Freund der Buchbranche. In meiner Kindheit herrschte Büchernot – die Stadtbücherei war nur mit dem Auto zu erreichen, alle zwei Wochen brachte man mich hin, aus pädagogischen Gründen durfte ich nicht mehr als vierzehn Bücher entleihen. Diese Zeiten sind fort, für immer fort und ganz vergangen. Ich habe es nicht gleich bemerkt, es war ein schleichender Prozess“, erinnert sich Kathrin Passig. Mehr hier

Kurz&Knapp

Die „Virtuelle Bibliothek der Ostsee“ versteht sich als Projekt zur Dokumentation der Literatur, die sich im weitesten Sinne mit der Ostsee und den damit verbundenen Kulturen auseinandersetzt. Neelie Kroes, EU-Generaldirektorin für die Informationsgesellschaft, fordert ein offenes Internet. Sieben StudentInnen aus Hildesheim bahnen sich ihren Weg zum 6. Kulturpolitischen Bundeskongress in aller Öffentlichkeit via Blog. Das Institut für Urheber- und Medienrecht e. V. München stellt Interessierten eine nahezu vollständige Übersicht der einschlägigen Regelungen und Grundlagen des Urheberrecht zur Verfügung. Abmahnungen sind ein beliebtes Mittel zur vorgeblichen Durchsetzung des Urheberrechts. Und die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) zweifelt am geltenden Leistungsschutzrecht. Mehr hier
 

Unsere Medienpartner:

Deutschlandradio Kultur
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Weitere Informationen unter

Kulturpolitische Gesellschaft http://www.kupoge.de/

6. Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur.de"

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Herausgeber: Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a,
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Tel.: 0228 / 201 67-0 - Fax: 0228 / 201 67 33
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Redaktion: Wolfgang Hippe (V.i.S.d.P.),
A.R.T Agentur für Recherche und Text
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