Newsletter #06

21. April 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress – von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg organisiert - widmet sich am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin der „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“. Dabei stehen Grundfragen der Kulturpolitik auf der Tagesordnung. Es geht um eine Neudefinition zentraler Codes der modernen Zivilgesellschaften wie Freiheit, Kultur, Eigentum, Muße, Privatheit und Öffentlichkeit. Und  es geht um neue Formen der kulturellen Teilhabe und die Frage, ob traditionelle Formen von Partizipation und Präsentation verschwinden. Informationen zum Kongress hier Und: die Redaktion wünscht allen LeserInnen ein gelassenes und frohes Ostern.
 
Das Zitat

Wir schlafen nicht“, berichtet die Autorin Kathrin Röggla aus der digitalen Arbeitswelt. „der senior associate: er denke dexedrin, also keine hexerei. mit dexedrin werde sowas leicht gemacht. oder ephedrin, so vom wirkstoff her. captagon habe man das früher genannt. und heute werde es wohl auch so heißen, so vom markennamen her. wachmacher eben, amphetamine. er habe das zeug gar nicht genommen, wie gesagt, er brauche das ja nicht mehr. das laufe bei ihm rein über den adrenalinspiegel ab.“


Wikipedia beerben

Einst wurde die Idee einer freien Enzyklopädie belächelt und als Utopie „verspottet“. Zehn Jahre nach ihrem Start ist Wikipedia mit über 18 Millionen Artikeln in über 200 Sprachen das größte Nachschlagewerk der Menschheitsgeschichte. In dieser Zeit wurde aus der „Vision vom freien Wissen ein völker- und grenzübergreifendes System des Wissensaustausches“ - deshalb soll das Portal „das erste digitale und weltweite Weltkulturerbe werden“, so Wikimedia-Projektleiter Sebastian Sooth vom Förderverein Wikimedia Deutschland. Eine Idee, die nur in Deutschland geboren werden konnte. Mehr hier

Private Public Screening

Wenn der Spielfilm „Exodus“ am 28. April in Berlin seine Weltpremiere feiert, ist das nur ein Teil der Geschichte. Er wird fast zeitgleich auch in Minsk, Oslo, Dayton/Ohio, Utrecht oder Olkusz/Polen zu sehen sein. Die Screenings finden nicht in Kinos statt, sondern im Wohnzimmer oder in einer Kneipe, auf dem PC, auf einem großen HD-Bildschirm oder via Beamer auf einer weißen Wand. Denn die „anarchistische Komödie“ ist ein creative-commons-Spielfilm, der nach Kontakt mit der Berlin-Neuköllner Independent-Produktion Retsina-Film überall als „Private-Public Screening“ (PPS) aufgeführt werden darf. Die Regeln dabei sind einfach: die Aufführungen müssen öffentlich sein und keinen Eintritt kosten, mindestens fünf Personen müssen teilnehmen und das Treffen muss von den Filmemachern lizensiert sein. Mehr hier

Kurz&Knapp

Günther Dueck, Spitzname "Wild Duck", fordert wegen der epochalen Wende mit dem und durch das Internet: „Jeder muss und kann studieren.“ Der Musiker und Performance-Künstler Johannes Kreidler hat ein Musikstück mit 70.200 Zitaten komponiert. Erstmals ist ein reiner Online-Artikel mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet worden. Tanja und Jamal Tuschick schreiben im Netz eine Fortsetzungsgeschichte. „Wer in Deutschland im Internet unterwegs ist, steht oft vor verschlossenen Türen und schwarzen Bildschirmen“, meint Stefan Winterbauer. Dagegen sieht Rolf Dennemann das Buch als Skulptur. Immer noch unterwegs ist der Elektrische Reporter. Und zum 50. Jahrestag der Revolution kriegt Kuba ein schnelles Internet. Mehr hier
 

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