Newsletter #05

18. April 2011

6.Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur"

Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:
Der 6. Kulturpolitische Bundeskongress – von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg organisiert - widmet sich am 9. und 10. Juni 2011 in Berlin der „Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung“. Dabei stehen Grundfragen der Kulturpolitik auf der Tagesordnung. Es geht um eine Neudefinition zentraler Codes der modernen Zivilgesellschaften wie Freiheit, Kultur, Eigentum, Muße, Privatheit und Öffentlichkeit. Und  es geht um neue Formen der kulturellen Teilhabe und die Frage, ob traditionelle Formen von Partizipation und Präsentation verschwinden. Informationen zum Kongress hier
 
Das Zitat

„Als wir Menschen die Sprache erwarben, lernten wir nicht nur zu hören, sondern auch zu sprechen“, meint der Medienwissenschaftler Douglas Ruskoff. „Heute, da wir uns in  eine zunehmend digitale Wirklichkeit hineinbegeben, müssen wir nicht nur lernen, Programme zu nutzen, sondern diese auch zu erstellen. Denn in der hoch programmierten Landschaft der Zukunft wird man entweder die Software erstellen oder man wird sie sein. Es ist in der Tat so einfach: Programm werden oder programmiert werden. Ersteres zu wählen heißt, sich Zugang zum Schaltpult der Zivilisation verschaffen. Das Zweite zu wählen heißt, dass man möglicherweise zum letzten Mal eine wirkliche Wahl getroffen hat.“

Netz macht Kultur?

Am Abend vor dem Kulturpolitischen Bundeskongress lädt das Land Nordrhein-Westfalen schon traditionell zur Diskussion. Diesmal werden sich am 8. Juni in der NRW-Vertretung die Autorin Kathrin Röggla, der Musikmanager und Publizist Tim Renner und der Zukunftsforscher und SF-Autor Karlheinz Steinmüller mit Fragen beschäftigen, ob und wie das Netz Kultur macht und auf was wir uns in Zukunft gefasst machen können. Mehr hier

It’s Lobbytime

Dieser Tage haben sich gleich zwei neue Lobby-Verbände gegründet, die sich auf unterschiedliche Weise mit den Folgen der Disgitalisierung und des Internets beschäftigen wollen. Auch ein Signal, dass beide „Phänomene“ nicht mehr aus dem kultur- und gesellschaftspolitischen Alltag wegzudenken sind. Den Interessen der Verwerter widmet sich die Deutschen Content Alliance, in der sich der Bundesverband Musikindustrie, der Börsenverein des Buchhandels), die GEMA, die SPIO und die privaten wie öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zusammengefunden haben. Ihre Klage: „Wir werden auf dem Altar der digitalen Coolness geopfert.“ Die fast zeitgleich ins Leben gerufene Digitale Gesellschaft e.V. wird sich Verbraucherinteressen widmen und versteht sich „Interessenvertretung für eine bessere und klügere Netzpolitik“, so Vereinsvorstand Markus Beckendahl. Mehr hier

Netzneutralität – was ist das?

Mit dem Thema Netzneutralität befassen sich auch Deutsche Content Alliance und die Digitale Gesellschaft. Doch was ist darunter zu verstehen? Viel und manches, meinen Michael Libertus und Jan Wiesner: „Konsens besteht weitgehend darüber, dass Netzneutralität die Kommunikationsfreiheit über das Internet erfasst, es also vor allem um die Gleichbehandlung von Datenpaketen im Internet geht, unabhängig davon, aus welcher Quelle sie stammen, an wen sie geschickt werden oder was sie transportieren. Mehr hier

Das Ende der Qual

Drei Themen standen für das Forum 5 des Kulturpolitischen Bundeskongresses netz-macht-kultur zur Auswahl. Die Kongressinteressierten und Teilnehmer in spe waren aufgerufen, darüber zu entscheiden. Jetzt steht das Ergebnis des Votings fest. Auf Platz 1 landete mit guten 40 %  der abgegebenen Stimmen das Thema B. „Crowdfunding“. Auf Platz 2 plazierte sich mit  31 % das Thema  „Digitalisierung des Kulturellen Erbes“. Auf Platz 3 folgte mit 29 % die "Kollektive Intelligenz".

Die Kulturpolitische Gesellschaft und Bundeszentrale für politische Bildung freuen sich über die rege Beteiligung an ihrem Experiment „Offenes Forum“ und werden bei anderer Gelegenheit erneut ein Voting anbieten. Mögliche ReferentInnen des Forums werden in den nächsten Tagen kontaktiert. Mehr hier

 

Kurz&Knapp

„Die ersten Computer der Welt wurden in Berlin gebaut.“, weiß das Deutsche Technikmuseum. Die Vergangenheit spiegelt sich beim Heinz Nixdorf MuseumsForum nicht nur in den Ausstellungsstücken. Das Gebäude an der Paderborner Fürstenallee diente früher als Verwaltungszentrale der Nixdorf Computer AG. Christiane Schulzki-Haddouti meint, dass Wikis und Blogs helfen, Ideen zu entwickeln. Mehr hier

Rolf Dennemann sieht das Buch als Skulptur. Zum 50. Jahrestag der Revolution ist das Internet demnächst auch auf Kuba superschnell. Und die Werbung via Twitter und Facebook nervt die Kunden zunehmend. Mehr hier



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6. Kulturpolitischer Bundeskongress "netz.macht.kultur.de"
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